FAQ/Informationen

Ist in der Jahresrechnung 2018 eine Rückstellung für die Sanierung der BVK zu bilanzieren?

Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen sind zu bilden, wenn die Vorsorgeeinrichtung eine Deckungslücke (Deckungsgrad < 100 %) ausweist und ein entsprechendes Sanierungskonzept existiert. Es besteht damit eine gegenwärtige Verpflichtung. Der Mittelabfluss kann mit dem Vorliegen des Sanierungskonzeptes als sicher eingeschätzt werden und eine zuverlässige Schätzung der wirtschaftlichen Verpflichtung ist möglich.

Bei einer Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtung hat neben allfälligen Rückstellungen auch der Ausweis des anteilmässigen versicherungstechnischen Fehlbetrags an der Unterdeckung zu erfolgen. Bei einer allfälligen Kündigung oder Auflösung des Versicherungsvertrags mit der Vorsorgeeinrichtung entspricht dieser Betrag der Nachschusspflicht des Arbeitgebers. Diese Nachschusspflicht ist als Eventualverbindlichkeit offenzulegen.

Die BVK weist per 31. Dezember 2018 einen Deckungsgrad von 95.1 % aus. Das Vorsorgereglement (gültig ab 1.1.2017) sieht bei einem Deckungsgrad von 90 bis <100 % keine Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers vor (Art. 90 Vorsorgereglement). Damit besteht keine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber der BVK per 31. Dezember 2018. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Deckungsgrad in Zukunft unter 90 % fallen wird, erachten wir als gering. Wir empfehlen daher, allfällig noch vorhandene Rückstellungen in der Jahresrechnung 2018 vollständig aufzulösen.Der Deckungsgrad sowie der anteilsmässige versicherungstechnische Fehlbetrag an der Unterdeckung als Eventualverbindlichkeit sind im Gewährleistungsspiegel in der Jahresrechnung 2018 auszuweisen.